Warum dezentrale Energieversorgung?

Bei der Stromerzeugung muss die vorhandene Primärenergie, wie Öl, Kohle, Gas, besser genutzt werden, um klimaschädliche CO2 Emissionen zu vermeiden.
Der Wirkungsgrad der Wandlung von Primärenergie zu Strom von konventionellen Großkraftwerken liegt bei ca. 30 %. Die restlichen ca. 70 % der Energie geht als Kraftwerksabwärme verloren, die in Kühltürmen oder Flüssen ungenutzt abgeführt wird.

Weitere erhebliche Verluste entstehen durch die Übertragung im Stromnetz.
Bei einer dezentralen Energieversorgung wird Energie nicht in großen Kraftwerken erzeugt, sondern in vielen kleinen dezentralen Kraftwerken. Auch hier entstehen Energieverluste bei der Stromerzeugung und Übertragung. Diese können jedoch zumindest teilweise genutzt werden. Bei Blockheizkraftwerken (BHKWs) ist der Gesamtwirkungsgrad mit etwa 80 % mehr als doppelt so hoch wie bei Großkraftwerken. Es kann ca. 50 % Brennstoff, und somit auch CO2 eingespart werden. BHKWs erzeugen Strom aus brennbaren Energieträgern, die Abwärme wird zur Heizung und Brauchwassererwärmung verwendet.
Wird Sonnenenergie direkt genutzt (PV oder Solarthermie), so spielen die Verluste keine Rolle, da Sonnenenergie kostenlos und im Überfluss vorhanden ist.

Vorteile einer dezentralen Energieerzeugung:

  • Durch den Ausbau von vielen dezentralen Kraftwerken, kann auf Großkraftwerke verzichtet werden. Der Einsatz von fossilen Brennstoffen kann reduziert werden.
  • Erheblich höhere Effizienz, da die Abwärme nicht an die Umwelt abgeführt wird, sondern sinnvoll zur Gebäudeheizung und für Warmwasser verwendet wird.
  • Wertschöpfung nicht durch wenige Großkonzerne sondern durch viele Kleinanlagenbetreiber.
  • Bei Ausfall eines dezentralen Kraftwerkes fällt nur ein sehr geringer Teil der Gesamtstromversorgung aus.
  • Gebiete, die nicht an ein öffentliches Stromnetz angeschlossen sind, können mit Elektrizität versorgt werden. Dies gilt vor allem für Entwicklungsländer.

 

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