Kauf einer Bestandsanlage in Bayern

Die BürgerEnergie Schwaikheim eG hat eine Bestandsanlage in Kolbermoor (Landkreis Rosenheim in Bayern) gekauft.
Für den Vorstand ein weiterer wichtiger Schritt dem wirtschaftlichen Betrieb der BürgerEnergie Schwaikheim eG näher zu kommen.
Damit dies allerdings vollständig gelingt muss die Genossenschaft zeitnah weiter wachsen und Photovoltaikprojekte mit insgesamt 250 kWp-Anlagenleistung betreiben.
Aufgrund der drastisch gesunkenen Einspeisevergütungen sind wir deutlich
stärker unter Zugzwang als dies voraussehbar war. Dazu kommt die lange Planungszeit für Projekte (Kinderhaus und Haus Elim haben über 5 Monate Vorlauf benötigt). Deshalb hat sich der Vorstand entschieden ein erstes Bestandsprojekt zu kaufen.

Die PV-Anlage steht auf einem Flachdach einer Schule in Kolbermoor und hat eine Anlagenleistung von 25,38 kWp. Die Anlage wurde am 28.04.2008 in Betrieb genommen und hat deshalb noch eine Vergütung von 46,75 Cent/kWh. Zum Vergleich erhalten wir im Haus Elim eine Vergütung von 16,15 Cent/kWp. Zwar sind die Preise für neue Anlagen auch sehr massiv gesunken, allerdings erscheint die Wirtschaftlichkeit von Bestandsanlagen derzeit etwas höher zu sein. Der Gestattungsvertrag mit der Stadt Kolbermoor mit Laufzeit bis 31.12.2028 und einer einmaligen Verlängerungsoption von 10 Jahren. Für den Anlagenbau wurden 141 Schüco-Module 180W (in Wannen montiert) und 4 Wechselrichtern der Marke Schüco genutzt. Die Erträge in den letzten Jahren wurden kontrolliert, die Anlage wird per Fernüberwachung im Internet geprüft. Der Anlagenerrichter ist direkt vor Ort und kann somit bei einer Störung sehr zeitnah reagieren. Da Bayern die besten Einstrahlungswerte in Deutschland hat, sind die Erträge besonders gut. Nicht umsonst ist der Bau von Photovoltaikanlagen in Bayern am weitesten fortgeschritten und nicht mehr wegzudenken.
Auch hier ein Vergleich. Die Anlage in Kolbermoor hat in den letzten 5 Jahren durchschnittlich über 1050 kWh/kWp erreicht, für die Schwaikheimer Projekte rechnen wir mit ca. 950 kWh/kWp. Die Vorstände Dieter Lindenmaier und Michael Held waren vor Ort und haben sowohl die Anlage inspiziert als auch den derzeitigen Betreiber und den Anlagenerrichter kennengelernt. Das Projekt wurden dem Aufsichtsrat vorgestellt, der dem Kauf der Anlage einstimmig zugestimmt hat.

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